Grexit - Barfuß oder Lackschuh

Grexit - Barfuß oder Lackschuh 06.07.2015

Griechenland hat abgestimmt. Mehr als 61 % der Griechen wählten gegen die Reformauflagen. Grexit oder nicht? Welche Folgen hätte ein Ausstieg aus der Eurozone für die Griechen, die anderen EU-Mitgliedsstaaten und das System? Die Vor- und Nachteile werden bereits seit 2010 kontrovers diskutiert. Mehr als unsichere Prognosen und Planspielszenarien sind jedoch nicht möglich. Denn weder ist der Ausstieg eines Landes aus der Euro-Zone rechtlich geregelt noch ist es bislang jemals dazu gekommen. Die Folgen sind also nicht absehbar. Eines dürfte jedoch klar sein: Grexit wäre nicht nur die Abkehr von einer Währung, es käme einem Eingeständnis gleich, dass das System gescheitert ist. Schließlich ist der Euro nicht nur Zahlungsmittel. Er ist vielmehr die Währung der europäischen Idee an sich. Krisensituationen wie aktuell die Möglichkeit des Grexits sind der Nährboden für Unsicherheiten und Existenzängste.


Der Wunsch nach dem guten alten Schilling wird laut. Laut einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market denkt der Großteil aller Österreicher immer noch in Schilling. Vor allem bei größeren Ausgaben wie der Anschaffung eines Autos oder dem Kauf einer Immobilie ziehen 65 Prozent der Befragten nach wie vor den Schilling-Preis als Vergleichsgröße heran. Grund dafür ist der emotionale Wert, der damit verbunden wird. Der Schilling steht für Sicherheit und Wirtschaftsaufschwung, der Euro steht für Krise. 


Ist es nach einem möglichen Grexit nicht nur eine Frage der Zeit bis andere krisengeschüttelte Staaten wie Portugal, Spanien, Irland oder Italien folgen? Dem Rettungsschirm fehlt es zunehmend an Bodenhaftung. Und der europäischen Idee an Solidarität. Denn wenn der Euro auch hierzulande an Kaufkraft verliert, jeder Einzelne die Auswirkungen spürt und den Glauben an das System schwindet, werden Alternativen evaluiert. Schon Goethe führte in „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ den Zusammenhang von Papiergeldschöpfung, Staatsfinanzierung und Inflation aus: “Zu wissen sei es jedem, ders begehrt: Der Zettel hier ist tausend Kronen wert“. Treffender könnte eines der Hauptprobleme ungedeckter Währungsordnungen kaum formuliert werden:
 
„Ein solch Papier, an Gold und Perlen statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten, noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb’ und Wein berauschen.“


Im Umkehrschluss kommt es infolge des Scheiterns des Systems zu einer Rückbesinnung auf eben diese ursprünglichen Werte wie Gold und Silber, die durch das Papiergeld ersetzt wurden. Aufgrund der begrenzten Ressourcen und der anhaltenden Nachfrage werden Edelmetalle immer einen Wert haben. Gold und Silber bieten die Sicherheit, nach der sich in Zeiten von Finanzkrisen gesehnt wird. Die Möglichkeiten der Veranlagung sind vielfältig und haben doch eines gemeinsam: Wertstabilität. Die Gelegenheit jetzt in Gold zu investieren ist günstig, argumentiert auch Goldexperte Ronald Stöferle in seinem neusten „In Gold we Trust“-Report: „Was die Bewertung betrifft, so befindet sich der Goldpreis in Relation zu der Basisgeldmenge aktuell auf einem Allzeit-Tief.“ Dies ist laut Stöferle eine temporäre Anomalie, welche er als außerordentliche Einstiegsgelegenheit interpretiert.


Übrigens: Wussten Sie, dass Gold so beständig ist, dass ein wohlhabender Römer für eine Unze Gold eine Toga mit Gürtel und Lederschuhen kaufen konnte und heute ein Maßanzug einschließlich Schuhen noch immer für den Gegenwert einer Unze Gold zu haben ist? Auch wenn der Preis permanent in Bewegung ist, so hat Gold doch über 2000 Jahre hinweg seinen Gegenwert gehalten.

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